Ergebnis Expertenchat: Soziale Phobie - wenn der Alltag Angst macht
Zurückhaltende Menschen bekommen oft den Rat, nicht so schüchtern zu sein, auch mal aus sich raus zu gehen oder über ihren eigenen Schatten zu springen. Solche Ratschläge sind zwar gut gemeint aber oft fehl am Platz, verbirgt sich doch hinter der sogenannten Schüchternheit oft eine soziale Phobie, die einen Menschen in seinem ganzen Lebensvollzug massiv beeinträchtigen kann.
Eine soziale Phobie hängt eng mit dem Problem zusammen, von der Gesellschaft oder von einzelnen Personen nicht akzeptiert zu werden. Die Betroffenen denken, dass sie gegenüber anderen Leuten minderwertig seien, schildert der Experte Prof. Dr. Leibing, wodurch sie Ängste im Umgang mit anderen Menschen entwickeln. Gerade hochsensible Menschen und Personen, mit einem fehlenden Selbstbewusstsein neigen zu einer sozialen Phobie. Eine hohe Sensibilität und soziale Phobie stehen daher immer in enger Verbindung zueinander.
Für eine Therapie ist es nie zu spät
Als Therapieform ist die Verhaltenstherapie (kognitive-behaviorale Therapie), die Psychodynamische Therapie (Tiefenpsychologische Therapie) sowie die Psychoanalyse zu nennen, die wissenschaftlich anerkannt ist und von allen Krankenkassen bezahlt wird. Nach circa 25 Stunden sollten sich die ersten Erfolge einer Therapie einstellen. Wenn nach 30-40 Stunden allerdings noch immer keine Erfolge sichtbar sind, sollte man die Therapie prüfen, rät der Experte.
Abschließend äußerte sich Herr Prof. Dr. Leibing optimistisch zu den Erfolgschancen von Therapien bei einer sozialen Phobie. Vor allem die Aussicht, dass es "eigentlich nie zu spät für eine Therapie ist" sollte allen Betroffenen Auftrieb geben, gegen ihre Ängste anzugehen.
