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Ergebnis des Expertenchats Angststörungen

"Angststörungen - wenn Angst den Alltag beherrscht"
Expertenchat vom 25. April 2006 mit Dr. Harald Krebs, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Mitarbeiter der Hochschulambulanz für Psychotherapie am Institut für Psychologie der Universität Würzburg

Jeder gesunde Mensch hat von Zeit zu Zeit Angst. Ängste weisen auf Gefahren hin und geben uns die Möglichkeit, in angemessener Art und Weise zu reagieren. Doch sie können auch krankhaft sein, wenn sie ohne realen Hintergrund auftauchen, wenn sie lähmend wirken und nicht zur Beseitigung der angezeigten Gefahr führen. Es sind Angststörungen die schnell den Alltag bestimmen können. Man rechnet, dass bis zu sieben Millionen Deutsche in der einen oder anderen Form daran leiden. Dabei erkranken Frauen zweimal häufiger als Männer.

Angststörungen unterteilen sich in Phobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen. Die Phobie bezieht sich auf einen bestimmten Gegenstand, auf eine bestimmte Situation oder auf eine bestimmte Handlung. Schwerwiegende Phobien sind dabei die soziale Phobie und die Agoraphobie. Die erstere bezieht sich auf bestimmte soziale Situationen, im Besonderen auf solche in denen der Betroffene im Mittelpunkt steht. Die zweite auf die Angst vor größeren Massen. Beide können den Alltag stark einschränken und dazu führen, dass die Betroffenen nur ungern die eigenen vier Wände verlassen. Die Panikstörung ist durch plötzliche und unbegründete Anfälle von Panik gekennzeichnet, die generalisierte Angststörung durch eine ständige Ruhelosigkeit, Verspanntheit und die unrealistische Befürchtung vor Gefahren für sich und die Angehörigen.

Gesundheitliche Auswirkungen
Alle Angststörungen gehen mit unterschiedlichen körperlichen Reaktionen einher: Schweißausbrüche, Herzrasen, Zittern, Übelkeit oder etwa ein Ohnmachtsgefühl. Dabei wird ein Angstgefühl dann krankhaft, wenn die Reaktionen der Situation nicht mehr angemessen sind, diese überdauern, der Verängstigte keine Möglichkeit mehr zur Erklärung, Reduktion und Bewältigung der Angst hat und sie massiv das Leben einzuschränken beginnt. Hier ist dringend der Besuch eines Therapeuten angeraten. Dabei ist die Art der Therapie zweitrangig - im Mittelpunkt steht nach Aussage des Experten Dr. Krebs das Verhältnis zwischen Therapeut und Patient.

Nächster Expertenchat "Burn Out-Syndrum" am 30.5.2006

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(Der Artikel wurde am 9.5.2006 verfasst)

Artikel aus: Ergebnis des Expertenchats Angststörungen

Ausdruck vom 06.09.2010 16:06 Uhr


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