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Hautkrebs kann Jeden treffen

Unter Hautkrebs werden alle bösartigen Erkrankungen der Haut zusammengefasst. Das maligne Melanom („schwarzer Hautkrebs") ist dabei die gefährlichste Form. Die Zellen, die das Hautpigment Melanin bilden, entarten hierbei und bilden einen sehr aggressiven Krebs. Die Melanome können rasch größer werden und Metastasen in Lymphknoten und inneren Organen bilden.

Grundsätzlich hat der Hautkrebs in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Die Ursache liegt im veränderten Freizeitverhalten und der damit einhergehenden zunehmenden UV-Belastung. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 20.000 Menschen neu am schwarzen Hautkrebs, rund 2.000 sterben jährlich daran. Wird dieser Krebs früh erkannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. Haben sich jedoch erst Metastasen gebildet, verschlechtert sich die Prognose erheblich. Sehr viel häufiger als das maligne Melanom sind das Basalzellkarzinom (Basalzellkrebs) und das Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs). Das Risiko, an einer dieser Hautkrebsarten zu erkranken, steigt mit der lebenslang erworbenen UV-Dosis und daher mit zunehmendem Alter.

Alle zwei Jahre kostenlose Untersuchung
Um verdächtige Melanome frühzeitig zu identifizieren, hatte die BKK Dr. Oetker bereits Anfang 2007 das Hautkrebs-Screening als Extra-Leistung in ihr Angebot aufgenommen. Seit dem 1. Juli 2008 nun gehört diese Vorsorge-Untersuchung zum Leistungskatalog aller gesetzlichen Krankenkassen. Deutschland führt damit weltweit als erstes Land eine flächendeckend organisierte, standardisierte Krebs-Früherkennungsuntersuchung der Haut ein. Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung, die bei Internisten, Hausärzten, Allgemeinmedizinern oder Hautärzten durchgeführt werden kann, die entsprechend qualifiziert sind. Kosten für Untersuchungen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen, sind jedoch kostenpflichtig. Die BKK Dr. Oetker rät daher, sich unbedingt vorher beraten zu lassen. Da es sich um eine Vorsorge-Untersuchung handelt, fällt keine Praxisgebühr an.

Was ist ein Screening?
Screening kommt aus dem Englischen und bedeutet „Filteruntersuchung". Beim Screening wird gezielt und nach einer festgelegten Methode nach einer Erkrankung gesucht. Ein Screening soll Vorstufen, Frühstadien und Risikofaktoren feststellen. Daher ist nicht jede Krankheit geeignet, per Screening diagnostiziert zu werden. Sie muss zwangsläufig ein erkennbares Frühstadium haben. Mit diesem Verfahren kann die Sterblichkeit gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden. Ein weiteres Beispiel für diese Methode ist das Brustkrebs-Screening (Mammografie).

Gut zu wissen: ABCDE-Regel
Um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, gibt es die ABCDE-Regel: A = Asymmetrie: Form der Hautveränderungen, B = Begrenzung: unscharfe Grenzen, C = Color: unregelmäßige Farbe, D = Durchmesser: Größe, E = Erhabenheit: Beschaffenheit der verdächtigen Hautveränderungen. Fällt eine Hautveränderung wie zum Beispiel ein neuer Leberfleck auf, sollte ein Hautscreening durchgeführt werden. Besteht ein entsprechender Verdacht, werden die Kosten der ärztlichen Untersuchung in jedem Fall übernommen.

Weitere Infos zu Krebsarten, Prävention, Risikofaktoren und Arztsuche gibt es unter

www.hautkrebs-screening.de

www.unserehaut.de

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(Der Artikel wurde am 31.10.2008 verfasst)

Artikel aus: Hautkrebs kann Jeden treffen

Ausdruck vom 10.09.2010 15:47 Uhr


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