Masern, Mumps und Röteln breiten sich weiter aus: Größter Mumps-Ausbruch in den USA seit 20 Jahren
Nach den stark vermehrten Infektionen mit Masern in Deutschland, berichten die USA und England von gehäuftem Auftreten der ansteckenden Virusinfektion Mumps. Auch unter dem Namen Ziegenpeter bekannt werden die Erreger über die Tröpfcheninfektion übertragen und äußern sich dann mit schmerzhaften Schwellungen der Speicheldrüsen. Die USA verzeichnen den größten Mumps-Ausbruch seit 20 Jahren. Insgesamt wurden bereits 2.597 Fälle gemeldet. Davon allein 1.487 Fälle in Iowa, wo vergleichsweise sonst jährlich ca. 5 Infektionen auftreten.
Zwar sind alle Altersgruppen davon betroffen, am meisten jedoch junge Menschen. Wie auch bei den Masern-Infektionen in Deutschland waren die meisten Patienten (69 %) nicht geimpft, viele weitere hatten nur eine Impfdosis (anstelle der zwei erforderlichen) bekommen.
Rechtzeitiges Impfen schützt
Zum Schutz besteht die Möglichkeit einer Impfung (z.B. MMR - Masern, Mumps, Röteln), die in Deutschland für Kinder und Jugendliche empfohlen wird. Normalerweise erfolgen diese Impfungen bereits im Kindesalter bei den Untersuchungen durch den Kinderarzt oder als Reihenimpfung in der Schule.
Da die Erreger fast schon als ausgestorben galten, liegt es nahe, dass viele Menschen die Versorgung mit dem Lebendimpfstoff (geimpft werden abgeschwächte lebende Krankheitserreger, die allerdings keine Krankheit mehr auslösen können) nicht mehr für unbedingt notwendig hielten. Doch das ist ein fataler Irrtum. Immer wieder gelangen die Erreger über den Tourismus der unterschiedlichen Urlaubsorte auch zurück nach Deutschland. Nutzen Sie daher rechtzeitig die Präventionsmaßnahmen und überprüfen Sie unbedingt Ihren Impfschutz!
