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Augen auf!
Verkehrssicherheits-Kampagne 2009

Sehtest: So oft wie der Autocheck

„Das Auto regelmäßig auf seine technische Sicherheit überprüfen zu lassen ist mittlerweile gang und gäbe - an einen regelmäßigen Augencheck dagegen denken die Wenigsten", so Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Die Folge: Die Unsicherheit über die eigene Sehschärfe ist weit verbreitet. Circa 20 Prozent der Nicht-Brillenträger und rund 30 Prozent der Brillenträger würden nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-institutes Allensbach einen Sehtest nach eigener Einschätzung nicht bestehen.

Grund genug für das KGS, jährlich im Herbst, die Bedeutung guten Sehens für die Sicherheit im Straßenverkehr in den Mittelpunkt zu stellen. Deutschlandweit beteiligen sich über 3.500 Augenoptiker mit kostenlosen Seh-Checks an der Aktion, zu finden unter www.seh-check.de. Hier laden auch vier Self-Seh-Checks und ein Gewinnspiel mit „Formel 1 Feeling" zum mitmachen ein.

Gutes Sehen schafft Sicherheit
Der Start der KGS-Kampagne wurde bewusst auf den Beginn der dunklen Jahreszeit gelegt. Die Tage werden kürzer, das Tageslicht weniger. Im Herbst brauchen Autofahrer ein geschärftes Bewusstsein für Gefahren. Wenn nasses Laub die Straßen rutschig macht und der erste Nachtfrost droht, wird zwar das Auto winterfest gemacht, die eigene Leistungsfähigkeit aber meist außer Acht gelassen. Doch Nebel, Regen und früh hereinbrechende Dämmerung bringen gerade Sehschwächen besonders deutlich zu Tage.
Schon bei idealen Straßenbedingungen kann eine verzögerte Reaktion aufgrund schlechten Sehens böse Folgen haben: Ist ein Fahrer beispielsweise mit Tempo 100 auf trockener Straße unterwegs und erkennt ein Hindernis nur eine Sekunde zu spät, legt er in dieser Zeit bereits eine Strecke von ca. 28 Metern zurück. Das entspricht einer Länge von ca. sieben PKW! Hinzu kommt, dass sich der Bremsweg auf nasser Fahrbahn nahezu verdoppelt. Unsicherheit durch schlechtes Sehen gefährdet hier alle Verkehrsteilnehmer.

Doch auch ganzjährig stellen Sehschwächen eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Bei mehr als 90 Prozent aller Unfälle spielt menschliches Versagen eine Rolle: Nach Schätzungen sind rund 300.000 Verkehrsunfälle pro Jahr auf schlechtes Sehen zurückzuführen.
Rund 85 Prozent aller Informationen nehmen Menschen über die Augen auf. Das bedeutet: Wer nicht perfekt sieht, lebt im Straßenverkehr gefährlich. Daran können auch die beste Sicherheitstechnologie im Auto und regelmäßige Inspektionen nichts ändern. Doch leider ist es mit der Sehleistung der Deutschen nicht weit her: Laut einer repräsentativen Studie des Instituts Allensbach zweifelt etwa jeder dritte Autofahrer an seiner Sehkraft.

Da die Sehkraft schleichend nachlässt und Sehfehler dadurch meist lange unbemerkt bleiben, ist die bei einem Sehtest ermittelte Sehschärfe oftmals noch schlechter, als die Getesteten erwartet haben. Untersuchungen bestätigen: ca. jeder dritte Autofahrer würde einen erneuten Führerscheinsehtest nicht mehr bestehen.

Kostenfreie Sehtests bis Ende Oktober
Die KGS-Kampagne macht nicht nur auf Sehdefizite aufmerksam, sondern bietet den Menschen gleichzeitig die Möglichkeit, ihre Augen im Aktionszeitraum fachmännisch und kostenfrei überprüfen zu lassen. Hierfür konnte das KGS bundesweit rund 3.500 Augenoptiker als Seh-Check-Partner gewinnen. Also Augen auf: Wer die grünen Augen oder den Aufkleber „Hier Seh-Check gebührenfrei" im Schaufenster entdeckt, ist richtig. Eine Übersicht aller teilnehmenden Betriebe gibt es hier.

Gebündelte Kräfte für gutes Sehen
Wer gut sieht, fährt besser Auto. Diese einfache Formel überzeugte den Automobilclub von Deutschland (AvD) schon 2005, sich an der Kampagne zu beteiligen. „Wenn wir durch die auffälligen Plakate mit dem grünen Augenmotiv einige Autofahrer überzeugen können, ihre Sehschärfe zu testen, ist das ein Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr - für alle Verkehrsteilneh¬mer", so AvD Generalsekretär Matthias Braun. Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV erläutert „Um den freiwilligen Sehcheck nicht zu vergessen, bietet es sich an, diesen immer dann zu machen, wenn die Hauptuntersuchung für das Auto ansteht".
Dass das Engagement für regelmäßige Seh-Checks Kräfte bündelt, zeigt die zunehmende Unterstützung der KGS-Aktion: Mittlerweile stehen neben dem AvD und dem Verband der TÜV (VdTÜV) unter anderem auch der BKK Bundesverband und die KFZ-Zeitschrift „Auto Bild" hinter der Kampagne. Gemeinsames Ziel ist es, den Menschen nachhaltig die Bedeutung guten Sehens für die Sicherheit im Straßenverkehr bewusst zu machen.

Für eine Selbstkontrolle stehen auf dem Aktionsportal gleich mehrere Seh-Checks zur Verfügung. Diese ersetzen zwar keinesfalls den Weg zum Fachmann, schaffen aber einen ersten Überblick, wie es um die Sehleistung für die Nähe, die Weite und „in Farbe" sowie um die Makula bestellt ist.

Formel 1-Feeling zu gewinnen
Alle Teilnehmer gewinnen nicht nur eine klare Sicht auf die eigene Sehleistung. Sie haben zusätzlich die Chance auf attraktive Preise: Im Rahmen der Verkehrssicherheits-Kampagne 2009 verlost der AvD Formel 1 Feeling pur. Der Hauptgewinn ist eine Reise zu einem F1 Grand-Prix 2010 sowie ein „Adrenalin-Erlebnis-Tag" auf dem Nürburgring. Nach einer Rennfahrerschulung steuert der Gewinner selbst einen Formel Rennwagen über den Grand Prix Kurs. Ferner warten 33 Reflektorensets für Fahrradspeichen auf ihre neuen Besitzer. Der Link zur Teilnahme ist unter www.seh-check.de zu finden. Alle Gewinner werden im Dezember 2009 benachrichtigt.

 

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(Der Artikel wurde am 8.10.2009 verfasst)

Artikel aus: augen-auf-verkehrssicherheits-kampagne-2009

Ausdruck vom 06.09.2010 16:07 Uhr


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