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Gesund und voll im Trend: Skilanglauf

Skilanglauf genießt seit Jahren im Breiten- und Leistungssport große Popularität. Sympathische Spitzenathleten, hohe Medienpräsenz und spannende Wettkämpfe haben einen wahren Boom in Deutschland ausgelöst. In Sachen Gesundheit ist das Gleiten in den Loipen absolut empfehlenswert, weil viele Muskelgruppen betätigt werden, ohne den Körper zu stark zu belasten. Damit kann fast jeder diesen Sport ausüben, unabhängig vom Alter.

Die Nutzung von Skiern zur Fortbewegung lässt sich mehrere tausend Jahre zurückverfolgen. Als Wettkampf wurde der Skilanglauf erstmals im 19. Jahrhundert in Skandinavien ausgetragen. Der erste bedeutende Wettkampf fand 1892 am Holmenkollen in Norwegen in Oslo statt. Im Breitensport haben sich Volksläufe wie der schweizer Engadin Skimarathon oder der König-Ludwig-Lauf in Bayern etabliert.

Tipps zur Ausrüstung
Experten unterscheiden zwischen der klassischen (hin und her Gleiten) und der freien Technik, bei der das schlittschuhähnliche Skating Anwendung findet. Langlaufskier sind schmaler und leichter als Alpinskier, da sie in flachem und abschüssigem Gelände gut gleiten, bergauf hingegen Halt bieten. Ermöglicht wird dies durch je eine Gleitzone vorne und hinten im Belag sowie eine Abstoßzone dazwischen. Am sportlichsten sind Wachsskier mit glattem Belag. Spezielles Wachs, das auf die Abstoßzone aufgetragen wird, verleiht dem Ski Bodenhaftung. Gelegenheitsläufer bevorzugen oft Nowax-Skier. Hier verhindert eine geschuppte Lauffläche das Zurückrutschen. Für Einsteiger erleichtern die etwas breiteren und kürzeren Nordic-Cruising-Skier das Balancehalten. Beide Skitypen eignen sich für den klassischen Langlauf. Skating-Skier sind speziell für die Schlittschuhtechnik konstruiert: Sie sind kürzer und weniger gebogen als herkömmliche Skier. Die Bindung arbeitet mit zwei Systemen, die den Schuh vorne fixieren und seitlich stabilisieren. Wichtig ist, dass der Skischuh exakt zur Bindung passt. Die richtige Länge des Skistocks lässt sich durch die Formel: Körpergröße x 0,8 bis 0,85 leicht ermitteln. Die Kleidung soll den Körper warm halten und atmungsaktiv, regen- sowie windabweisend sein. Starten Sie nie ohne Brille, Handschuhe, Mütze oder Stirnband.

Aufwärmen ist Pflicht
Wenn Ausrüstung und Technik nicht optimal stimmen, sind die Abfahrten gefährlicher, Sie ermüden schneller, das Sturzrisiko steigt. Zudem können sich körperliche Verschleißerscheinungen einstellen. Daher die Empfehlung an alle Einsteiger, unbedingt einen Langlaufkurs zu besuchen. Hier lässt sich die Ausrüstung ausgiebig testen und Fehlbelastungen vermeiden. Bewegungen, die nicht ökonomisch sind und die Freude am Langlaufsport verderben, lassen sich gezielt korrigieren. Durch Übungen verlieren Sie die Angst vor dem Abfahren und einem Sturz, das Verletzungsrisiko sinkt. Wer den Sport dennoch auf eigene Faust entdecken will, sollte sich Skier, Stöcke und Schuhe ausleihen und das Langlaufen zunächst im flachen Gelände ausprobieren. Und nicht nur für Anfänger gilt: Mindestens zehn Minuten aufwärmen schützt vor Verletzungen. Auch sollten Sie Ihre Kräfte nicht überschätzen. Achten Sie gerade am Anfang darauf, dass Sie sich eher unter- als überfordern. Wer zu schnell loslegt, hat nach 20 Minuten keine Puste mehr, denn übersäuerte Muskeln bringen keine Leistung.

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(Der Artikel wurde am 1.2.2010 verfasst)

Artikel aus: gesund-und-voll-im-trend-skilanglauf

Ausdruck vom 12.03.2010 00:42 Uhr


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