Wetterfühligkeit: Was steckt dahinter?
Schwankende Temperaturen, sich verändernder Luftdruck sowie wandelnde Luftfeuchtigkeit können Beschwerden wie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Wassereinlagerungen, Nervosität, Gereiztheit, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie andauernde Müdigkeit und Erschöpfung auslösen.
Etwa die Hälfte aller Menschen leidet unter Wetterfühligkeit, der Überempfindlichkeit gegenüber Witterungserscheinungen. Das Phänomen der Wetterfühligkeit, von Experten auch Meteoropathie genannt, ist noch weitgehend unerforscht. Feststeht jedoch, dass Winde, Hitze, Feuchtigkeit und Gewitter das Wohlbefinden, den Gemütszustand sowie das Leistungsvermögen von Menschen beeinflussen können.
Ursachen der Wetterfühligkeit
Wie Wetterfühligkeit entsteht, wissen selbst Spezialisten nicht genau. Wahrscheinlich ist, dass sowohl eine Fülle von Wettereinflüssen als auch Pollenflug und Umwelteinwirkungen verantwortlich sind. Experten der Meteorotropie vermuten jedoch, dass vor allem der Wandel des Luftdrucks Wetterfühligkeit auslösen kann. Insbesondere Luftdruckschwankungen, deren Frequenzen zwischen vier und 20 pro Minute liegen, und welche entstehen wenn Hoch- und Tiefdruckgebiete aufeinander treffen, halten Mediziner für einflussreich. Ein gesunder Mensch nimmt den veränderten Druck kaum wahr, ist die Regulationsfähigkeit jedoch gestört, leidet der Blutkreislauf.
Beschwerden durch Wetterverhältnisse
Im Zuge eines Wetterumschwungs hin zu Bewölkung und feucht-warmem Klima kommt es bei vielen wetterfühligen Menschen zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Erschöpfung, während plötzlich auftretende nass-kalte Witterungsverhältnisse besonders häufig Gelenkschmerzen sowie Blutdruckprobleme hervorrufen. Wetterfühligkeit kann sich jedoch unterschiedlich auswirken, da die unspezifischen Einflüsse des Wetters die körpereigene Regulation ganz allgemein stören.
Experten konnten zudem nachweisen, dass nicht etwa die messbare Temperatur ausschlaggebend für die Entstehung der Beschwerden wetterfühliger Menschen ist. Vielmehr entscheidet die subjektiv wahrgenommene Temperatur über die Auswirkungen auf den Körper. Nicht nur die eigentlichen Witterungsverhältnisse sondern auch die Luftbewegung, der individuell variierende Aktivitätsgrad, der Gesundheitszustand und die Bekleidung eines Menschen haben somit Einfluss darauf, ob Symptome auftreten und welche Beschwerden entstehen.
